Unser Konzept

 

Für wen und warum wurde dieses Konzept erstellt?

Dieses Konzept soll als Richtlinie für unsere Kindertagespflege im „Kleinen Froschteich“  betrachtet werden. Es wurde erstellt für Sie, die Eltern, die uns Ihre Kinder anvertrauen möchten und für alle, die an unserer Arbeit interessiert sind.

 

Das Wesen der Tagespflege :

Die Kindertagespflege unterscheidet sich grundsätzlich von Einrichtungen wie Kindergärten oder Kindertagesstätten. Der wesentliche Unterschied besteht darin, dass  Tagesmütter nicht von einem Träger angestellt, sondern selbstständig tätig sind. Das heißt, die Tagesmütter/-väter sind neben der eigentlichen Betreuung persönlich für die Belegung der Betreuungsplätze, die Organisation, alle Nebenarbeiten und für sämtliche anfallende Kosten zuständig. Die Kindertagespflege versteht sich als familienergänzendes Angebot und kann im Allgemeinen flexibler auf die Wünsche der Eltern eingehen als eine öffentliche Einrichtung. Der „ kleine Froschteich“ ist eine Kindertagespflegestelle in einer privaten Mietwohnung, die von uns und unserer Familie genutzt wird und besonders dadurch ein familiäres Umfeld bietet.

 

Entstehungsgeschichte unserer Kindertagespflegestelle :

Im August 1992 absolvierte ich meine Ausbildung zur „Staatlich geprüften Kinderpflegerin“ und arbeitete anschließend in einer integrativen Kindertagesstätte des DRK bis zur Geburt meiner Kinder im Herbst 1994. Nachdem meine Zwillinge 2 Jahre alt geworden waren, arbeitete ich ehrenamtlich als Kinderbetreuerin für die Eschweiler Nachbarschaftshilfe. Ich betreute Kinder stunden- oder tageweise um deren Eltern zu entlasten. Dies geschah jedoch nur in unregelmäßigen Abständen. Schließlich vermittelte mir das Jugendamt mein erstes Tageskind, das  ich betreute, während meine Kinder den Kindergarten besuchten. Gleichzeitig absolvierte ich einen Tagesmutterkurs in Stolberg, der speziell für Erzieherinnen und sonstige pädagogische Berufe (in meinem Fall : Kinderpflegerin) zugeschnitten war. Bis 2004 betreute ich nur bis zu 2 Kinder gleichzeitig, auf Minijobbasis. Dann betreute ich zusätzlich ein Kind auf selbständiger Basis. 2008 gründete ich meine jetzige Kindertagespflegestelle „Kleiner Froschteich“ und  bin seitdem als Tagesmutter ausschließlich selbständig tätig.

Mein Mann Johannes (Hans) Wauben hat am 14. Dezember 2012 seine Ausbildung zur Kindertagespflegeperson abgeschlossen und betreut nun als qualifizierter Tagesvater die kleinen Frösche mit mir gemeinsam. 

Rahmenbedingungen :

Der kleine Froschteich befindet sich im Eschweiler Stadtteil Bergrath.  Aachen liegt zirka eine 20 minütige Autofahrt von uns entfernt.

Das insgesamt 170 m² große Einfamilienhaus besteht aus einem großen Wohn-/ Spielzimmer, einem offenen Eß-/Spielzimmer, einer Diele, einem Schlafraum für die Tageskinder, einem Wohnbereich im Anbau, mehreren Räumen, einem Badezimmer, einer Gäste-/Kindertoilette und einer geräumigen Küche. Die Tageskinder nutzen vorwiegend die Räume im Erdgeschoß und ein Schlafzimmer in der ersten Etage. Zum Haus gehört eine große Terrasse mit Spielgeräten und ein Garten. 

In direkter Nähe befinden sich zwei schöne Spielplätze, die wir gerne gemeinsam besuchen,

Das Froschteich-Team :

Bis zu neun Kinder (meist 6/7) werden von uns gleichzeitig betreut. Ich bin gelernte Kinderpflegerin seit 1992, zuvor besuchte ich die einjährige Hauswirtschaftsschule in Stolberg und zwei Jahre die Fachschule für Soziales an der BBS Stolberg. 1994 wurde ich Mutter von Zwillingen. Mein Mann ist gelernter Industriekaufmann und kann ganz toll mit Noppersteinen bauen (meinen alle Tageskinder). Nicht nur deswegen absolvierte er ebenfalls die Ausbildung zur Tagespflegeperson (Tagespapa).

Zeitweise wird unser Team durch junge Menschen ergänzt, die im Rahmen ihrer Ausbildung oder zum Zwecke der Berufsfindung ein Praktikum bei uns machen.

Öffnungszeiten : 

Montag bis Freitag :   7.30 bis zirka 16.00 Uhr (oder nach Absprache)

Kernzeit ist 9:00 Uhr bis 14:00 Uhr (Ausnahmen, z.B. bei Terminen sind möglich)

Um den Tagesablauf nicht zu stören, ist ein Abholen / Bringen während der Kernzeit nicht erwünscht.

Im Rahmen dieser Öffnungszeiten betreuen wir die Kinder mindestens 30-35 Stunden/Woche.

Im Rahmen einer Randzeitenbetreuung : mindestens 10 Stunden/Woche.

Schließtage :

Zu folgenden Zeiten bleibt der Froschteich geschlossen:

 (genaue Daten werden bereits im Vorjahr bekannt gegeben)

  • An allen gesetzlichen Feiertagen (NRW)
  • An allen Brückentagen (montags oder freitags)
  • Über Karneval (Freitag bis einschließlich Dienstag)
  • Über Ostern
  • Ein oder zwei Wochen im Sommer
  • Eine Woche im Herbst
  • Zwei Wochen in der Weihnachtszeit
  • (Elternwünsche können berücksichtigt werden)

 

Lebensumfeld der Kinder :

Die Eltern unserer Tageskinder sind in der Regel berufstätig oder arbeitssuchend und haben ihren Wohnsitz zumeist in Eschweiler, Aachen oder Stolberg. Die Kinder sollten gebracht und abgeholt werden. Betreut werden Kinder verschiedenster Konfessionen, im Alter von 1 bis etwa 3,5 Jahren. Wichtig ist, dass die Betreuung mindestens 12 Monate beträgt. Kurzzeitige Betreuungen stressen sowohl Ihr Kind, als auch die bereits bestehende Kindergruppe ...

 

Grundsätze und Ziele unserer pädagogischen Arbeit :

Wir orientieren uns bei der Betreuung vor allem an den Erkenntnissen der ungarischen Kinderärztin Emmi Pikler (Über- und Unterforderung in der Erziehung vermeiden) und arbeiten zudem situationsorientiert. Äußere Eindrücke werden integriert und die kindlichen Erfahrungen vertiefen wir durch kindgemäße Angebote. Unser wichtigstes Ziel ist es, jedes Kind entsprechend seinen individuellen Fähigkeiten und Bedürfnissen in seiner Entwicklung zu unterstützen. Es soll zu einem selbstständigen, mitfühlenden und gemeinschaftsfähigen Menschen heranwachsen. Wir streben keine einseitige Förderung bestimmter Fähigkeiten an, sondern versuchen alle Bereiche, die zu einer gesunden Persönlichkeitsentwicklung beitragen, abzudecken. Selbstständigkeit ist eine wichtige Grundlage dafür. Wir möchten die Kinder in geschütztem Rahmen möglichst viel ausprobieren lassen, denn sie können oft mehr, als wir Erwachsenen ihnen zutrauen würden. Und sie wollen gerne selbstständig sein, sind stolz, wenn sie etwas „allein“ geschafft haben.

 

Struktur und Rituale :

Wir haben einen durchdachten und leicht strukturierten Tagesablauf, der es den Kindern ermöglicht, ein gewisses Zeitgefühl zu entwickeln. So wissen die Kinder immer, wie der Tag im Froschteich in etwa verlaufen wird. Zudem begleiten uns Rituale wie z.B. ein Begrüßungslied, ein Tischvers und ein Abschiedsspiel durch den Tag.

Unser Tagesablauf sieht etwa folgendermaßen aus:

7:30 Uhr  - Ankunft der ersten Tageskinder, Freispiel

8:00 Uhr -  Frühstück (Brote/Obst/rohes Gemüse/Müsli/Joghurt, etc.)

8:40 Uhr -  Morgenkreis (Begrüßungslied „Hallo …“, Tagesangebot    wird vorgestellt)

9:00 Uhr -  Spaziergang/Spielplatzbesuch, Angebot, Freispiel

11:30 Uhr - Mittagessen (selbst zubereitet), anschließend Zähneputzen

12:15 Uhr – Mittagsruhe

13:45 Uhr – Aufstehen, anziehen, Zwischenmahlzeit (Obst, Milchspeise, etc.)

13:45 Uhr – Abschiedskreis („Alle Leut‘… )

14:00 Uhr – Abholung/ Spielplatzbesuch oder Freispiel und Angebote

16:00 Uhr -  Abholung des letzten Tageskindes

Dieser Tagesplan dient als Grundgerüst und kann nach Bedarf abgeändert werden.

 

Begegnungen mit Tieren :

Den Kontakt zwischen Kindern und Tieren halten wir für sinnvoll und wünschenswert, damit die Kinder den richtigen Umgang mit Tieren lernen und dies hat auch einen positiven Einfluss auf ihr soziales Lernen. Deshalb besuchen wir die Tiere auf den umliegenden Weiden und manchmal zu besonderen Gelegenheiten auch in ihren Ställen. Manche, besonders kinderliebe, Hunde und Katzen aus der Nachbarschaft freuen sich auch auf Streicheleinheiten. Leider leide ich an einer Tierhaarallergie, weshalb wir keine eigenen Haustiere haben, außer den Fröschen im Teich. Mit den Kindern beobachten wir die Entwicklung der Kaulquappen zu Fröschen.

 

Respektvoller und rücksichtsvoller Umgang miteinander :

Kinder haben das Recht auf eine gewaltfreie Erziehung und einen würdevollen Umgang. Und Kinder können nur respektvoll und rücksichtsvoll miteinander umgehen, wenn sie dies selbst durch uns Erwachsene erfahren.

 

Individuelle Erziehung :

Wir nehmen jedes Kind als einzigartigen Menschen wahr, nehmen es ernst und akzeptieren es mit all seinen Stärken, Schwächen und Bedürfnissen. Nur so können  wir jedem Kind gerecht werden und es individuell erziehen, fordern und fördern.

 

Soziale Kontakte :

In den früheren Zeiten der Großfamilien mit vielen Kindern, Eltern, Großeltern, oft sogar Urgroßeltern, unter einem Dach und des engen Kontaktes zur nahen Verwandtschaft (Onkel, Tanten und viele Cousinen und Cousins) hatten die Kinder immer Spielkameraden und damit verbunden viele Möglichkeiten des sozialen Lernens und viele Vorbilder, denen sie nacheifern konnten. Aufgrund der allgemeinen gesellschaftlichen Entwicklung ist dies heute nur noch selten möglich. Viele Kinder wachsen heute in 1- oder 2-Kind-Familien auf und haben aufgrund der räumlichen Entfernung nur selten regelmäßigen Kontakt zu Großeltern oder anderen Verwandten. Die Gruppe in der Tagespflege bietet für die Kinder die Möglichkeit, großfamilienähnliche Erfahrungen zu sammeln, erste Kontakte und kleine Freundschaften zu jüngeren, etwas älteren und gleichaltrigen Kindern zu knüpfen, einander zu beobachten, miteinander zu kommunizieren und voneinander zu lernen. Zwar sind auch die Erwachsenen wichtige Vorbilder, doch lernen die Kinder immer viel schneller und leichter von anderen Kindern, gerade was ihre motorische und sprachliche Entwicklung angeht.

 

Angebote und Förderung :

Unsere Grundeinstellung zu diesem Thema:Wir fördern Kinder, indem wir sie in Ruhe spielen/ausprobieren lassen“. In der Praxis sieht dies so aus:

Kinder lieben es bei jedem Wetter raus zu gehen, sich an der frischen Luft auszutoben und machen dabei die vielfältigsten Entdeckungen und Sinneserfahrungen. Deshalb nutzen wir möglichst oft einen der umliegenden Spielplätze. Hier können die Kinder den Sandkasten und Spielgeräte nutzen, aber auch Hecken und Bäume laden zum Entdecken und Spielen ein. Mit meinem Krippenwagen haben wir die Möglichkeit, ohne größeren Aufwand auch dann raus zu gehen, wenn nur wenig Zeit bleibt. Auch die Wiesen und den nahegelegenen Wald nutzen wir fast täglich zum Spazierengehen, zum Toben und für Entdeckungen. Wir fördern die Kreativität der Kinder, indem täglich Materialien zum Malen und Basteln bereit stehen: Papier, Klebestifte, Buntstifte und Wachsmalkreiden stehen für die Kinder immer zur Verfügung. Andere Bastelmaterialen wie z. B. Fingerfarben, Knete, Kleister, o. ä. gibt es immer wieder einmal als besonderes Angebot. Diese „Angebote“ bestehen aber nicht in erster Linie in ergebnisorientiertem Arbeiten, sondern darin, dass wir den Kindern Material zur Verfügung stellen und die Kinder damit möglichst selbständig gestalten und experimentieren lassen.

 

Musikalische und Sprachliche Erfahrungen :

Alle Kinder lieben Musik. Daher machen wir täglich eine kleine Musikeinheit in Form eines Singkreises mit Fingerspielen, auf die Jahreszeit abgestimmten Liedern, Abzählliedern, Bewegungsliedern, usw.. Dabei kommen auch einfache Rhythmusinstrumente, bunte Tücher und andere Utensilien zum Einsatz. So fördern wir neben der Musikalität auch die motorische und sprachliche Entwicklung der Kinder. Zum Singen setzen oder stellen wir uns  gemeinsam in einem Kreis auf, was schon zum beliebten Ritual geworden ist.  Wir zwingen die Kinder nicht zum Mitsingen oder Stillsitzen während des Singkreises. In der Regel machen aber alle Kinder den größten Teil des Singkreises mit. Kinder, die nicht mitmachen wollen, spielen in dieser Zeit einfach weiter, bekommen aber trotzdem das ganze Programm passiv mit. Besonders großen Wert legen wir auf die sprachliche Begleitung der Kinder in allen Bereichen. Auch die klassischen Bilderbücher kommen natürlich nicht zu kurz.

 

Bewegung und Körperwahrnehmung :

Die Kinder haben draußen die Möglichkeit zu klettern, rutschen, wippen, schaukeln, hüpfen, balancieren und vielem mehr. Alle Bewegungen sind möglich und erwünscht. Drinnen  bieten wir einen Stofftunnel, eine Wippe und eine Rutsche an. Außerdem bauen wir im Wohnzimmer immer wieder Bewegungsbaustellen oder ähnliches auf, um gezielt die Motorik und Körperwahrnehmung zu fördern. Unter den Tischen kann man prima robben, über Stühle können die Kinder klettern und Kartons, Rollen, Decken, Rollbretter, etc. bieten viele Möglichkeiten sich auf verschiedenste Arten zu bewegen. Zudem stellen wir den Kindern unterschiedliche Materialien zur Körperwahrnehmung zur Verfügung, z. B. im Herbst einen Karton voller Kastanien oder im Sommer ein Planschbecken auf dem Balkon. Spiegel, Fotografien, Umrisse, Fingerfarben, Rasierschaum oder ähnliche Materialien tragen ebenfalls zur Körperwahrnehmung bei.

 

Kulinarische Erfahrungen :

Normalerweise kochen wir abends oder frühmorgens mit frischen Zutaten. Einige wenige Zutaten (nicht Gerichte) kaufen wir aus organisatorischen Gründen im schockgefrosteten Zustand, insbesondere Spinat in kleinen Stücken, Fisch und Mais. Gelegentlich, als besonderes Angebot, kochen oder backen wir gemeinsam in unserer Küche. Die frische Zubereitung ist für die Kinder eine ebenso spannende wie lehrreiche Erfahrung, denn sie können nach Lust und Laune bei der Zubereitung helfen, zuschauen, die Zutaten kennenlernen, probieren und die entstehenden Düfte riechen. Im Eingang zur „Froschküche“ befindet sich ein Wochenplan, in dem die Mittagsgerichte für die ganze Woche eingetragen werden.

 

Feiern und Feste :

Jedes Kind ist etwas ganz Besonderes. Deshalb feiern wir jeden Geburtstag im geschmückten Froschteich mit Spielen, Geburtstagsliedern, Geburtstagskrone und Geburtstagstafel mit Kerzen. Zuvor verteilen wir Einladungskarten in Luftballonform an die Tageskinder, die an dem betreffenden Tag betreut werden. Das Geburtstagskind bekommt als Froschteichkind zum Geburtstag einen kleinen Froschrucksack. Wir feiern außerdem alle Jahreszeiten und die dazugehörigen Feste: Karneval, Ostern, Erntedank, St. Martin, Advent/Nikolaus/Weihnachten und Neujahr. Die meisten Feste sind zwar religiös motiviert, dies betonen wir jedoch nicht gegenüber den Kindern. Bisher gelang es uns ganz gut, allen Konfessionen gerecht zu werden und die Feste kindgerecht zu gestalten. Hiesige Brauchtümer, wie zum Beispiel Ostereierverstecken, Christbaumschmücken und gefüllte Stiefel gehören zum Jahresablauf dazu. Die religiöse Erziehung  liegt jedoch bei den Eltern. Auch der Abschied vom kleinen Froschteich ist ein Grund zum Feiern, denn ein neuer Lebensabschnitt beginnt für einen kleinen Frosch auf dem Weg zur Selbständigkeit.

 

Ausflüge :

Kleine Ausflüge ohne großen organisatorischen Aufwand finden regelmäßig statt. In der nahen Umgebung gibt es einige Bauernhöfe, deren Ställe und Weiden wir besuchen dürfen, sowie einen Reitstall mit Islandponys und eine Apfelplantage samt Hofverkauf. Außerdem bieten sich eine Eisdiele, die städtische Bücherei und Besuche bei Kolleginnen an. Eigentlich ist jeder größere Spaziergang ein Ausflug, denn ein Picknick im Wald oder am Bach stellt für die Kleinen immer ein Erlebnis dar. Größere Ausflüge, z.B. zum Alsdorfer Tierpark, dem Blausteinsee (Spielplatz) oder Indemann finden mit vorheriger Ankündigung und der Erlaubnis der Eltern statt. 

 

Gesundheit und Ernährung - Essen und Trinken:

Da uns die Gesundheit unserer Tageskinder am Herzen liegt, achten wir auf eine ausgewogene Ernährung mit viel Frischkost. Wir bieten täglich zwei Haupt- und zwei Zwischenmahlzeiten an: morgens essen die Kinder ein normales Frühstück, am Vormittag gibt es eine Obstpause. Das Mittagessen besteht aus einem einfachen warmen Gericht, oft ergänzt durch einen „Knabberteller“ (verschiedene Rohkoststückchen). Das Mittagessen wird von mir in der Regel aus frischen Zutaten selbst zubereitet. Gelegentlich werden aber auch Schnellgerichte wie die heißgeliebten Ravioli oder Fischstäbchen auf dem Speiseplan stehen.  Nach dem Mittagsschlaf bekommen die Kinder eine Zwischenmahlzeit, die aus frischem Obst kombiniert mit Milchspeisen, Rohkost oder auch mal einem Geburtstagskuchen bestehen kann. Normalerweise bekommen die Kinder bis auf wenige Ausnahmen ( Feste) keine Süßigkeiten (keine Limonaden, Gummibärchen, Schokolade, Kinderjoghurts oder -schnitten) von uns.  Gelegentlich, besonders wenn wir draußen unterwegs sind, gibt es auch einmal Kekse oder Waffeln. Beim Mittagessen ist es uns wichtig, dass mit dem Essen erst begonnen wird, wenn alle am Tisch sitzen. Das Essen beginnen wir immer mit einem kleinen Tischvers. Nach dem Essen putzen alle Kinder ihre Zähne selbst, ich putze nochmals kurz nach. Als Getränke bieten wir den Kindern Wasser, Schorle oder ungesüßten Tee an. 

 

Schlafen und Ausruhen :

Kleinkinder und Babys brauchen einen regelmäßigen Tagesablauf und einen Platz zum Schlafen und Ruhen. Alle Kinder haben die Möglichkeit zu einem Mittagsschlaf in einem separaten Raum (unserem Elternschlafzimmer). Es stehen genügend Kinder-/Reisebetten zur Verfügung, sodass jedes Kind sein eigenes Bett hat. Plüschtiere von zu Hause sind immer eine gute Möglichkeit, um den Kindern zu helfen, sich entspannt und wohl zu fühlen. Schlafsäcke, Laken und  Decken werden von mir bereitgestellt und regelmäßig gewaschen.

 

Kranke Kinder :

In der Kindertagespflege gelten die gleichen Bestimmungen zum Infektionsschutz wie in den öffentlichen Betreuungs-Einrichtungen: Kinder mit einer leichten Erkältung (z.B. durchsichtiger Schnupfen) können zu den vereinbarten Betreuungszeiten gebracht werden. Sobald jedoch Fieber, starker Husten, gelb-grüner Schnupfen, Erbrechen oder Durchfall auftreten oder die Beschwerden das Kind sichtlich in seinem Wohlbefinden beeinträchtigen, braucht das Kind seine Mama/seinen Papa und ist somit in der Tagespflege nicht mehr gut aufgehoben. Kinder sollten mindestens einen Tag wieder fieberfrei sein, bevor sie den Froschteich wieder besuchen. Während ansteckenden Krankheiten oder Fieber kann keine Betreuung stattfinden. Treten Durchfall oder Erbrechen auf, so darf ich wegen der hohen Ansteckungsgefahr nicht betreuen, bis sie wieder vollständig genesen sind, d. h. wenn mindestens 24 Stunden kein Durchfall oder Erbrechen mehr aufgetreten ist. Wenn kranke Kinder gebracht werden, ist nicht nur die Gefahr gegeben, dass sich andere Tageskinder anstecken, sondern auch, dass wir krank werden. Und mit erkrankten Betreuungspersonen ist keinem gedient.

 

Hygiene :

Für jedes Kind gibt es im Wickelbereich ein Fach, in der alle persönlichen Wickelutensilien und eine Box, in der Wechselkleidung aufbewahrt werden. Windeln und Feuchttücher bringen uns die Eltern mit, gebrauchte Windeln werden von den Eltern täglich entsorgt. Gewickelt wird immer dann, wenn es nötig ist, spätestens jedoch vor und nach dem Mittagsschlaf. Als Wickelunterlage dient zusätzlich ein Handtuch, das nach jedem großen Geschäft oder bei Auffälligkeiten gewechselt wird. Den Kindern stehen während des Sauberwerdens Töpfchen und Toilettenhilfen zur Verfügung. Die Handtücher werden von uns gestellt und regelmäßig bei hohen Temperaturen gewaschen. Gleiches gilt für  Lätzchen, Waschlappen, Handtücher und Bettwäsche. Die Zahnbürsten werden nach übermäßigem Gebrauch, spätestens alle 6 Wochen ausgetauscht und jedes Wochenende heiß gesäubert. Jedes Kind besitzt seine eigenen, nach Farbe unterscheidbaren Utensilien. Die Böden werden täglich gesaugt und feucht gewischt. Zweimal im Jahr findet eine Grundreinigung statt, bei der auch alle Spielsachen, Matratzen, Reisebetten  und die Teppiche gereinigt werden.

 

Eingewöhnung und Ausgewöhnung :

Die Anmeldung sollte frühzeitig erfolgen, da dadurch eine lange, sanfte Eingewöhnung ohne Zeitdruck möglich ist! Die behutsame und individuelle Eingewöhnung jedes Tageskindes ist uns sehr wichtig. Eine sorgfältig gestaltete Eingewöhnungsphase kommt den Bedürfnissen aller entgegen. Das Kind kann sich langsam an die vielen Veränderungen (neue Bezugspersonen, andere Kinder, neue Räume, anderer Tagesablauf, neue Regeln) gewöhnen. Die Erwachsenen lernen sich besser kennen und ihre Beziehung festigt sich. Die Eingewöhnung eines neuen Tageskindes läuft bei uns normalerweise wie folgt ab:

Sobald ein Vertrag zustande kommt, können die Eltern uns mit dem künftigen Fröschlein regelmäßig besuchen. Auf diese Weise lernen die Eltern uns und die Spielkameraden ihres Kindes besser kennen und ihr Kind (im Säuglingsalter) bemerkt bereits frühzeitig unsere Stimmen, unsere Mimik und unseren Geruch. Später erkennt es die Umgebung, uns und die Tageskinder. Gleichzeitig erleben wir die Entwicklung des Kindes und können den Eltern eventuell mit Rat und Tat zur Seite stehen. Auf diese Weise entwickelt sich eine Beziehung zwischen Kind, Eltern und Betreuungsperson. Während der Besuche sprechen wir mit dem Kind und nehmen es auf den Arm, wenn es dies möchte. Später spielen wir zusammen. Drei Wochen vor Aufnahme in den kleinen Froschteich beschleunigen wir die Eingewöhnung. Sollte das Kind bereits Vertrauen zu uns gebildet haben, so bleibt ein Elternteil in den ersten Tagen nur kurz bei uns und verabschiedet sich sobald das Kind spielt. Diese Zeit ohne Eltern verlängern wir behutsam, bis das Kind unseren Tagesablauf kennt und freudig mitmacht. Normalerweise dauert dies zwischen ein und drei Wochen. Eltern sollten dies unbedingt auch bei der Terminplanung berücksichtigen, da während der Eingewöhnungsphase ein Elternteil ständig erreichbar sein muss, um das Kind notfalls abholen zu können, falls nötig.

In den ersten Tagen/Wochen müssen Kinder sehr viele neue Eindrücke verarbeiten und sind deshalb bereits nach kurzer Zeit müde. Deshalb beginnt die Eingewöhnung mit einer kurzen Zeitspanne von 1 bis zwei Stunden. Die Kinder sollten dann nach Hause gehen, wenn Sie sichtlich noch Spaß am Spiel haben und nicht erst dann, wenn Sie schon überfordert und müde sind. So kommen sie am nächsten Tag gerne wieder.

Erst wenn wir das Gefühl haben, dass das Kind sich gut eingewöhnt hat und uns als neue Bezugspersonen akzeptiert, beginnt die planmäßige Betreuungszeit.

 

Ablösephase :

Beginnt für das Kind ein neuer Lebensabschnitt (z. B. Kindergarten, Umzug), so sollte dem Kind die bevorstehende Veränderung dem Alter entsprechend rechtzeitig erklärt werden. Wir schauen gemeinsam Bilderbücher zum Thema Kindergarten an und schauen den Kindern im Kindergarten beim Spielen zu. Ein angehendes Kindergartenkind gehört in unserer Gruppe zu den Großen und wird dementsprechend behandelt. Dadurch genießt es einen besonderen Status und sieht den Kindergarten als willkommene neue Umgebung an. Um dem Kind die Sicherheit zu geben, dass es von der Tagesmutter/- vater als einst wichtige Bezugsperson nicht vergessen wird, ist es ratsam, locker in Kontakt zu bleiben. Über Besuche ehemaliger Tageskinder freuen sich alle im kleinen Froschteich!

Für unsere weitere Arbeit in der Kindertagespflege bitten wir die Eltern, uns zum Ende des Betreuungsverhältnisses ein Empfehlungsschreiben auszustellen!

 

Unsere pädagogischen Grundsätze :

Freies Spiel  =  Kinder brauchen Freiräume, um sich entfalten zu können und um selbstständig zu werden. Sie müssen lernen, sich auch selbst zu beschäftigen. Hierbei spielt das freie Spiel der Kinder eine große Rolle, denn das Spiel ist die wichtigste Grundlage des kindlichen Lernens und daher in jeder Form bedeutsam. Das Kind hat während des freien Spielens die Möglichkeit, das Material, den Ort und den Inhalt des Spiels selbst zu wählen, eigene Kreativität zu entwickeln, Sozialerfahrungen zu sammeln (Konfliktlösung, Rücksichtnahme), Freundschaften aufzubauen und zu vertiefen, spontane Aktivitäten zuzulassen und die Neigungen der Kinder werden herausgefordert. Dies bedeutet aber keinesfalls, dass wir die Kinder während des freien Spielens sich selbst überlassen. Wir sind immer in Sicht- und Hörweite dabei, um gegebenenfalls eingreifen zu können. Wir unterstützen die Kinder wenn  nötig, aber wir unterbrechen sie so wenig wie möglich in ihrem Spiel, nehmen ihnen nicht die Erfolgserlebnisse oder Misserfolge. Kinder müssen auch lernen, eigene Lösungen zu finden, mit Enttäuschungen umzugehen und das eine oder andere nochmals von neuem zu versuchen. Wir möchten den Kindern Zeit lassen, ihnen Möglichkeiten zur selbstständigen Entwicklung geben und sie nicht in Situationen oder Positionen zwingen, die sie selbst noch nicht einnehmen können und die sie daher überfordern würden. Unsere Betreuungsräume sind so gestaltet, dass die Kinder immer vielfältige Möglichkeiten zur Bewegung, zum Forschen und Entdecken und zum Rückzug haben. Wir bieten den Kindern auch „Zeug zum Spielen“ an, d. h. Naturmaterialien, Kartons, Küchenutensilien u.v.m. an. Vorgefertigtes Spielzeug wird regelmäßig ausgetauscht und dem Entwicklungsstand angepasst.

Elektronik-Spielzeug gibt es in unserer Tagespflege wenig. Zumeist handelt es sich dabei um Spenden von Eltern und Großeltern ;-). Natürlich gibt es bei uns reichlich Bilderbücher, die den Kindern immer zur Verfügung stehen und erste Vorlesebücher, die wir gerne miteinander betrachten und lesen. Unsere Arme sind offen für jedes unserer Tageskinder. Alle werden gerecht behandelt, keines wird bevorzugt oder benachteiligt. Alle werden  auch mal "feste gedrückt", wenn sie es wollen oder gerade brauchen.

 

Klare Grenzen:

Auch in unserer Tagespflege fordern uns Kinder oft heraus, wollen wissen, wie weit sie gehen können. Somit bedeutet Erziehung immer wieder auch Grenzen zu setzen und konsequent zu sein, denn Kinder brauchen klare Normen und Regeln (ohne die auf Dauer keine Gesellschaft funktionieren kann). Trotzdem gehen wir immer ruhig und gelassen vor und beschämen die Kinder nicht.

 

Beziehungsvolle Pflege :

Emmi Pikler entwickelte auf wohldurchdachte Art und Weise, Ratschläge, die es dem Kind erleichtern, sich in einer Sicherheit gebenden Beziehung zu erleben. Wenn sich die Betreuerin dem kleinen Kind während der Pflege und Berührung mit ungeteilter Aufmerksamkeit zuwendet, erfährt es Interesse für seine Mitteilungen und seine Bedürfnisse, es erlebt sich als wichtige Person, wird ernst genommen und kann emotionale Sicherheit entwickeln. Das Wickeln ist daher nicht nur notwendige pflegerische Maßnahme, sondern Zeit, die dem einzelnen Kind gewidmet wird. So bekommt das Kind nicht nur einfach eine frische Windel, sondern das Wickeln wird intensiv sprachlich begleitet, das Kind wird zur aktiven Mitwirkung angeregt, es wird auf Spielimpulse des Kindes eingegangen, ohne jedoch das Ziel aus den Augen zu verlieren.

 

Ziele und Formen der Zusammenarbeit mit den Eltern :

Die Pfeiler, auf denen die Beziehung zwischen Eltern und Betreuungspersonen ruht, sind Vertrauen, Wertschätzung und Verständnis für die Situation des Anderen. Regelmäßige Gespräche mit den Eltern sind uns wichtig. Daher nutzen wir täglich die Gelegenheit zu einem kurzen Informationsaustausch beim Bringen und Abholen der Kinder. Sollte sich zwischendurch ein intensiverer Gesprächsbedarf ergeben, so sollten wir einen Termin für ein Elterngespräch vereinbaren. Außerdem verteilen wir unregelmäßig Elternbriefe, die über aktuelle Entwicklungen im kleinen Froschteich, Ferien/Schließtage, Neuaufnahmen oder Verabschiedungen, Ausflüge und Besonderheiten informieren. Die offene und ehrliche Rückmeldung der Eltern ist uns wichtig, denn wir können ansonsten nicht wissen, was Eltern möglicherweise stört.

 

Fortbildung:

Ich habe den "Einführungskurs in die Tagespflege" des DRK besucht. Tagespapa Hans hat die Qualifizierung zur Tagespflegeperson bei der AWO absolviert. Wir bilden uns regelmäßig fachlich weiter und  nehmen an Fortbildungsseminaren teil, die von verschiedenen Institutionen angeboten werden. Außerdem nutzen wir zur Fortbildung Fachliteratur und Fachzeitschriften.

Die regelmäßig angeboten Treffen der "Fachkräfte für Kindertagespflege" besuchen wir so oft, wie es unsere Zeit zuläßt.

Weitere Informationen und Betreuungsanfragen :

Wenn Sie als Eltern einen Betreuungsplatz für Ihr Kind suchen und unsere Tagespflege näher kennenlernen möchten, nehmen wir uns gerne persönlich Zeit für Sie. Bitte vereinbaren Sie vor einem Besuch einen Termin mit uns, damit wir Ihre Fragen ausführlich beantworten kann. Notieren Sie Ihre Fragen und Anregungen. Dies hilft sehr beim Erstgespräch.

Eine verbindliche Reservierung ist bereits frühzeitig möglich und erwünscht !

 

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